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20. Februar 2026
BF.capital veröffentlicht ersten BF.Private Debt Market Compass
BF.capital veröffentlicht ersten BF.Private Debt Market Compass
- Neuer Stimmungsindex signalisiert positives Momentum im Private-Debt-Markt
- Indexwert von 60,1 Punkte liegt deutlich über dem neutralen Wert von 50
- Marktsentiment geprägt von starker Fundraising-Dynamik, steigenden Kapitalzusagen und ausgewogenen Risiko-Rendite-Verhältnissen
Stuttgart, 23. Februar 2026 – Mit der ersten Ausgabe des BF.Private Debt Market Compass legt die BF.capital GmbH eine neue, datenbasierte Marktanalyse für den internationalen Private-Debt-Sektor vor. Die Panelbefragung erfasst halbjährlich die Einschätzungen von rund 200 Fondsmanagern im Bereich Private Debt. Sie deckt die Subsegmente Corporate Direct Lending, Real Estate Debt und Infrastructure Debt ab. Die Auftaktstudie basiert auf einer Erhebung vom Dezember 2025 mit 67 Teilnehmern aus der ganzen Welt mit Schwerpunkt in Europa. Sie zeigt ein insgesamt positives Marktumfeld das trotz makroökonomischer Unsicherheiten von stabilen Kreditstrukturen, selektivem Wettbewerb und einer robusten Investorenbasis geprägt ist.
Der erste BF.Private Debt Market Sentiment Index erreicht 60,1 Punkte und liegt damit deutlich über der neutralen Marke von 50. Besonders die robuste Fundraising-Dynamik, steigende Kapitalzusagen institutioneller Investoren sowie ausgewogene Risiko-Rendite-Verhältnisse tragen zu dieser positiven Grundtendenz bei. Der sogenannte Expectation Gap, die Differenz zwischen Zukunfts- und Vergangenheitskomponente, signalisiert zusätzlich steigenden Optimismus für das erste Halbjahr 2026.
Stabile Marktbedingungen mit leichtem Vorteil für Kreditnehmer
Die Finanzierungskonditionen im Private-Debt-Markt haben sich in den vergangenen sechs Monaten laut Panel mehrheitlich als stabil erwiesen, mit leicht kreditnehmerfreundlichen Tendenzen. In den kommenden sechs Monaten wird sich das Marktgleichgewicht leicht zugunsten der Kreditgeber verschieben. Auf Ebene der Teilsegmente Unternehmens-, Immobilien- und Infrastrukturkredite bleiben die Leverage-Niveaus im unteren Bereich der marktüblichen Bandbreiten. So liegt im Corporate Direct Lending die Verschuldungsrate mehrheitlich unter dem Fünffachen des EBITDA, während die Beleihungswerte im Bereich Real Estate Debt im vollständig im Korridor von 56 bis 65 Prozent liegen.
Fundraising-Dynamik gewinnt spürbar an Kraft
Besonders deutlich fällt die positive Einschätzung im Bereich Kapitaleinwerbung aus: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer berichten von einer steigenden Dynamik beim Fundraising, 82 Prozent erwarten für das folgende Halbjahr weitere Verbesserungen. Parallel dazu steigen die Kapitalzusagen institutioneller Investoren: Nahezu zwei Drittel der Befragten verzeichnen höhere LP-Commitments, kein Teilnehmer erwartet rückläufige Zusagen der Limited Partners. Bestehende Investoren spielen weiterhin eine zentrale Rolle bei den Kapitalzusagen: In einzelnen Segmenten liegt der Anteil sogenannter Re-ups – also Aufstockungen bestehender Investments – bei über 80 Prozent.
Operative Risiken dominieren – Kreditqualität bleibt robust
Etwaige Stressfaktoren in den Portfolios sind nach Einschätzung der Befragten primär nicht strukturell durch übermäßige Verschuldung oder Refinanzierungsprobleme getrieben, sondern eher operativer Natur und sektorspezifisch bedingt. Unter Druck stehen etwa bei der Unternehmensfinanzierung besonders die konsumenten- und einzelhandelsbezogenen Bereiche, bei der Immobilienfinanzierung die Nutzungsarten Büro und Highstreet-Einzelhandel sowie bei der Infrastrukturfinanzierung der Energiesektor.
Die Quoten für notleidende oder leistungsgestörte Kredite blieben im zurückliegenden Halbjahr weitgehend stabil. Fast 85 Prozent der Befragten berichten von unveränderten Werten. Auch im Ausblick auf die kommenden sechs Monate zeigt sich lediglich eine leichte Verschärfung in einzelnen Marktsegmenten.
Die vollständige Studie können Sie in Englischer Sprache unter www.bf-capital.de/FFFF herunterladen.