Mai 2014

Post-Mipim: das Wiedererwachen

Gegen Jahresende waren die Märkte heiß, viele Akteure wollten noch vor dem Kalenderwechsel ihre Transaktionen beenden. Die Banken waren trotz des bevorstehenden Stresstests sehr offen. Für das zweite Quartal erwarten wir wieder ein Ansteigen der Transaktionstätigkeit. Im Jahresverlauf rechnen wir jedoch mit einer zunehmenden Belastung der Banken durch den Stresstest.

Finanzbarometer

Starker Euro und Deflationsgefahr halten die Zinsen niedrig

Die Preissteigerung betrug in Europa zuletzt nur noch 0,7 Prozent. Auch wenn dies von negativen Inflationsraten noch weit entfernt ist, Inflationsgefahr und die
Angst vor Deflation steigen. Bedeutsamer als die jüngsten Statistiken sind jedoch die Entwicklungen auf den internationalen Währungsmärkten. Der Kurs des Euros ist gegenüber dem Dollar stark gestiegen, was die Konjunktur belastet. Die EZB vermutet, dass der hohe Wechselkurs zunehmend für die niedrige Inflation verantwortlich ist und bereitet daher geldpolitische Maßnahmen vor.

Keine Anzeichen steigender Zinsen

Im Laufe des Monats haben sich die Finanzierungskonditionen erneut leicht verbessert. Der 10-Jahres-Zinsswap liegt nunmehr bei 1,82 Prozent bei einem Euribor von 0,315 und damit fast wieder auf dem niedrigen Niveau des Sommers 2013. Die aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen lassen der Europäischen Zentralbank keine andere Wahl, als die expansive Geldpolitik fortzusetzen. Für die nächsten sechs Monate sehen wir den Zinsmarkt daher als stabil an und erwarten, dass das Zinsniveau im kurz- und langfristigen Bereich niedrig bleiben wird.

Herausgeber

Francesco Fedele CEO, BF.direkt AG

Francesco Fedele CEO, BF.direkt AG

Prof. Dr. Steffen Sebastian
Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung
an der IREBS, Universität Regensburg