Juni 2014

Märkte in Endzeitstimmung

Viele Marktteilnehmer sind überzeugt, dass die Zinsen nur noch dieses Jahr niedrig sind und Opportunitäten immer weniger werden. Die Nachfrage nach Immobilien auch in B-Lagen ist weiterhin hoch, mittlerweile werden auch hier sehr hohe Preise verlangt und gezahlt. Die Akteure bevorzugen Zinsbindungen von 10 Jahren, aus Flexibilitätsgründen häufig über Swapkonstruktionen.

Finanzbarometer

Keine Anzeichen für Zinswende

Klassischerweise interveniert die EZB nur durch Festsetzung der kurzfristigen Zinsen. Durch Ankauf von Staatsanleihen werden von den Zentralbanken aber auch die langfristigen Zinsen künstlich niedrig gehalten. Nach der Auffassung vieler Experten wird diese Praxis erst dann eingestellt werden, wenn die Staatshaushalte in der Europäischen Währungsunion bei stabiler Konjunktur wieder saniert sind. Davon ist die aktuelle Situation weit entfernt.

Zinskonditionen erneut verbessert 

Gegen Ende des Monats Mai haben sich die Finanzierungskonditionen erneut leicht verbessert. Der 10-Jahres-Zinsswap liegt nunmehr bei 1,56 Prozent bei einem Euribor von 0,311 und damit fast etwa 0,3 Prozent unter dem Höchststand des Vormonats. Weder die jüngsten Äußerungen der Europäischen Zentralbank noch die aktuellen Haushaltsdaten lassen eine Änderung der Zinspolitik wahrscheinlich erscheinen. Wir sehen daher den Zinsmarkt weiterhin als stabil an und rechnen nicht mit substantiellen Zinserhöhungen.

Herausgeber

Francesco Fedele CEO, BF.direkt AG

Francesco Fedele CEO, BF.direkt AG

Prof. Dr. Steffen Sebastian
Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung
an der IREBS, Universität Regensburg